GBR - Gesellschaft bürgerlichen Rechts


 
kurze Vorstellung:
 


Rechtsform

Als eine Gemeinschaft von Haupterwerbslandwirten im Gemeindebereich der Stadt Hauzenberg sichern wir unsere landwirtschaftliche Entwicklung über einen Gemeinschaftsstall innerhalb einer GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts).

Anstoß dazu gaben folgende betriebliche und private Entscheidungen in unseren Einzelbetrieben:
Hofnachfolge,
Existenzsicherung,
arbeitswirtschaftliche Verbesserungen,
beengte Hoflagen,
Freizeit
Freiraum für zusätzl. Einkommen



Gewinnverteilung
Das Betriebseinkommen wird über sog. Auszahlungsposten an die Gesellschafter verteilt.

 

klick zum vergrößern  --> vom Gesamtdeckungsbeitrag zum Betriebseinkommen der Kooperation

 




Arbeit
Jeder Gesellschafter gewährleistet die gemäß ZAV vorgeschriebene jährliche Stundenzahl (unterschiedlich, je nach eingebrachter Kuhzahl) und stellt darüber hinaus die nötige Stundenzahl zur Verfügung.

Außenwirtschaft
Die Arbeitsquantität beruht auf der Erledigung der vorrangig eigenen Flächen. Üblicherweise wird die Bewirtschaftung eigener Flächen überlassen bzw. Flächen eines anderen Gesellschafters übernommen, je nach Maschinenausstattung der Gesellschafter.
Den Hektar-/Stundensatz erhält der Bewirtschaftende.
Innenwirtschaft
Ein Dienstplan regelt den Arbeitsablauf im Stall, zur Sicherstellung der quantitativen Arbeitserledigung.
Das Festhalten der geleisteten Stunden geschieht über Stempeluhr.
Die qualitative Kontrolle beruht auf Gegenseitigkeit, da möglichst ein Zweierteam eingeteilt ist.
Sanktionen, aufgrund dauerhafter mangelnder Arbeitsqualität eines Gesellschafters, können von der Vollversammlung mit 2/3-Mehrheit beschlossen werden. Eine Protokollmappe sichert den reibungslosen Dienstwechsel. Außerdem wechseln nicht 2 Gesellschafter gleichzeitig, sodass immer eine Überlappung eines "alten" und "neuen" Arbeiters gegeben ist.
In unserer Situation mit Auszubildende ergibt der Dienstplan einen 12-Tageszyklus:
8 Tage frei, 2 Tage Aushilfsdienst (mo und ab je 2 Std), 2 Tage Hauptdienst (ganztägig mit Nachtbereitschaft);


Entscheidung und Verantwortung
Eine Sache wird durch die Vollversammlung entschieden und somit ist die Kooperation verantwortlich.
Die einzelnen Abteilungsleiter sind über ihren Bereich (Außenwirtschaft, Technik, Jungviehaufzucht, Herdenmanagement, EDV, Buchhaltung, Schriftverkehr...) verantwortlich. Aber nur soweit sie Entscheidungen alleine getroffen haben.

Entscheidungen auf Abteilungsleiterebene (tägl. Routinearbeiten im Spezialbereich), die Geldausgaben fordern, dürfen ein bestimmtes Budget nicht überschreiten. Größere Ausgaben bzw. Entscheidungen bedürfen einer Abstimmung der Vollversammlung nach den Stimmgewichten der Gesellschafter. Das Stimmgewicht errechnet sich aus der ursprünglichen Gesellschafterbetriebsgröße und der Arbeitsmenge im Jahr.

 

Beispiel:
dafür: Gesellschafter 1 (Stimmgew. 16 %), Ges. 2 (St.gew. 13 %), Ges. 3 (St.gew. 18 %),
=> 47 %
dagegen: Rest 53 %
=> Sache abgelehnt!


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